Forschungen

 

1.) Anfang 2015: 2DG und Metformin

2.) 21.11.2015 neuer Therapieansatz bei Autoimmunhepatitis

3.) 13.01.2015 Lupuzor

 

 

1.) Anfang 2015: 2DG und Metformin

 

Gedanke/Ziel/Vorwort:

Autoreaktive CD4-T Zellen sind ein großer Bestandteil des SLE. Anaerobe Glykolyse (dient dem schrittweisen Abbau von Glukose) sowohl mitochondriale oxidative Phosphorylierung sind für diese autoreaktiven CD4 T-Zellen und entzündliche Zytokin-Produktion notwendig. Man vermutet, dass die T-Zellen einen Stoffwechseldeffekt haben. Der Zellstoffwechsel ist ein wichtiger Kontrollpunkt für die T-Zell-Differenzierung. Bei SLE Mäusen hat man bei einer zielgerichteten Freisetzung der CD4 T-Zellen im Stoffwechsel die entzündliche Funktion aufgehoben und die Krankheitssymptome reduzieren können. Durch einen Hemmstoff im Stoffwechsel (metabolischen Inhibitor) kann man die Funktion der CD4 T-Zellen von SLE-Patienten normalisieren.

 

Durchführung:

Es wurden CD4-T-Zellen von "Lupusmäusen" nach sowie vor Ausbruch der Erkrankung und SLE Patienten mit Metformin, 2-DG oder einer Kombination von beidem behandelt.

SLE Patienten haben eine erhöhte IFNy Produktion und und einen erhöhten Stoffwechsel. Das Meformin blockiert diese Produktion, verbessert die Treg-Entwicklung und aktiviert den AMPK-Weg. Das 2DG blockiert die IFNy-Produktion nach der Zellaktivierung.  

Um den T-Stoffwechsel der Mäuse zu normalisieren, wurde Metformin verwendet. Das 2DG dient als Inhibitor der Glykolyse.

 

Ergebnis:

Die Kombination aus 2DG und Metformin führte zu einer Normalisierung der T-Zellen von Lupus Patienten. Es wird vorgeschlagen, dass diese Behandlung als neues Angriffsziel für die SLE-Behandlung zu nehmen.

 

Quellen:

 

 

2.) 21.11.2015 Neuer Therapieansatz bei Immunhepatitis

 

Am 21.11.2015 wurde auf der Eröffnungsveranstaltung des interdisziplinären Autoimmunzentrums über einen neuen Therapieansatz bei Immunhepatitis berichtet. 

Autoimmunhepatitis ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Leber angreift. Bei Erkrankten wurden während der Schwangerschaft verbesserte Blutwerte festgestellt. Diese verschlechterten sich stark nach der Geburt. Man führt dies eventuell auf HCG zurück, das Schwangerschaftshormon. Nun versucht man dieses Hormon als eine Immunsupression bei Autoimmunhepatitis zu verwenden. Bisher wurde es erst an Mäusen versucht. Ob es auch für andere Erkrankungen eingesetzt werden kann, wurde noch nicht getestet. 

 

 

3.) 13.01.2015 Lupuzor

 

Neue Forschungsfortschritte für euch. Es geht um das erste nicht immunsuppressiv wirkende Medikament Lupuzor. Die klinischen Studien I und II sind schon abgeschlossen, die klinische Phase III wurde Dezember letzten Jahres in den USA begonnen und soll Mitte Januar 2016 auf Europa ausgeweitet werden. Endgültige Ergebnisse sind Ende 2017 zu erwarten. Ziel damit ist es nicht das Immunsystem zu schwächen, sondern die Fehlfunktionen gezielt zu korrigieren.