Der Einstieg in die Krankheit

 

Neue Diagnose, Lupus. Was tun, wie damit umgehen? Hier ein paar Tipps, um den Anfang einfacher zu gestalten.

 

1. Google ist NICHT immer ein Freund!

Meist googelt man als erstes seine Krankheit. Doch man sollte sich nicht von den Treffern zu sehr beeindrucken lassen. Oft sind die Informationen noch veraltet oder werden dramatisiert.
Immer beachten: jeder Krankheitsverlauf ist unterschiedlich. Auch gibt es verschiedene Arten der Erkrankung.

 

Also: Lieber zuerst den Arzt fragen, bevor man durch das Internet komplett in Panik gerät!

 

 

2. Gleichgesinnte helfen
Es ist wichtig, dass du von Anfang an weißt, dass du nicht alleine bist. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten andere Betroffene zu finden. Zum einen werden in verschiedenen Gebieten Regionalgruppen angeboten. Diese treffen sich regelmäßig, um Neuigkeiten zu besprechen oder einfach nur zusammen zu kommen.

Hier eine Aufstellung der Regionalgruppen.

 

Auch gibt es verschiedene Facebook-Selbsthilfegruppen. Du solltest dir jedoch bewusst sein, das dort jeder sein Problem rein postet. Die Gruppen können dafür sorgen, dass du neue Kontakte knüpfst und „Einstiegs-“ sowie Problemhilfen bekommst.

 

Also: Weiteren Betroffenen helfen, doch übertrage nicht die Probleme anderer auf dich!

 

 

3. Immer selbst mitdenken
Auch wenn du deinem Arzt vertraust, solltest du immer selbst mitdenken. Falls etwas unklar ist, stell Fragen. So lange bis du eine Antwort bekommst, auch wenn es etwas unangenehm ist. Wir haben eine komplexe Krankheit, die das Mitdenken von Arzt und Patient fordert. Falls dir etwas merkwürdig vorkommt oder du dir unsicher bist, such dir noch einen anderen Ansprechpartner. Du solltest immer wissen, was mit dir und deinem Körper passiert.

 

Also: Selber mitdenken macht schlau, auch Ärzte sind nicht unfehlbar.

 

 

4. Dein neuer Begleitsatz
Bei jedem Arztbesuch solltest du deinen neuen Begleiter Lupus erwähnen. So können sich die Ärzte am besten auf dich und die Erkrankung einstellen, sowie sich gegebenenfalls informieren. Sage es auch, wenn du eine Überweisung dabei hast auf der es steht. Sicher ist sicher.

 

Also: „Ich habe Lupus“, der erste Satz bei jedem neuen Arzt.

 

5. Nicht stressen lassen
Diese neue Diagnose bringt viele neue Aufgaben und Fragen mit sich. Wichtig ist dabei sich nicht zu stark zu überfordern.

 

Also: Alles der Reihe nach, überstürze nichts.

 

 

6. To-Do-Listen

Sobald dir eine Frage, die du deinem Arzt stellen möchtest, in den Sinn kommt, schreibe sie auf. Manchmal vergehen Wochen bis zu deinem nächsten Besuch. In der Zeit kann sich viel anstauen. Wenn man im Wartezimmer sitzt, fällt es einem vielleicht noch ein, doch kaum ist man im Behandlungsraum hat man die Hälfte vergessen.

 

Also: Schreibe alle Ansprechpunkte auf einen Zettel und arbeite ihn in Ruhe ab.