Liedinterpretationen

 

Kennst du es, wenn du ein Lied hörst und dich selbst darin siehst? Herein interpretierst was vielleicht nicht so gemeint ist und dich immer wieder in Situationen darin siehst? Ich habe beschlossen meine Gedanken dazu aufzuschreiben und zu veröffentlichen. 

 

1. Von "Dame" Lied "Zweites ich" 

2. Von "Tim Bendzko" Lied "Keine Maschine" 

 

 

1. Von "Dame" Lied "Zweites ich

Ein Lied, dass mich an meine Zeit während eines schlimmen Schubes erinnert hat. Und den Wolf in mir.

 

Du vergiftest meine Körper, bringst Dunkelheit über mich.

Hast mir die Kontrolle entrissen. Wie so oft beginnt es von vorne. 

Diese Erkenntnis bohrt sich in mein Herz, merke wie ich nicht mehr klar denken kann.

In meinem Kopf dreht sich alles, versuche verzweifelt mich zu wehren.

Willkommen in meiner schwarzen Welt. Die Wände kommen näher,

doch kann nicht davor fliehen, ich bin gelähmt.

Das atmen fällt mir schwer, kämpf verzweifelt um jeden Zug.

Versuche nicht in Panik zu verfallen, Schmerz überkommt mich.

Du frisst mich innerlich auf. Meinen Körper und Seele. Bleibst immer hier.

Lauerst in mir, jede Sekunde warte ich auf deinen nächsten Sprung.

Wirfst immer wieder mein Leben auf den Kopf.

Bist ein Teil von mir, doch irgendwie auch nicht.

Niemand kennt meine dunkelste Zeit, denn sie gehört nur uns.

Zwei Leben in einem Körper, meinem. 

Andere zeigen mir ihr heiles Leben, doch ich zeige ihnen nicht mein kaputtes.

Denn dies will niemand sehen, doch am wenigsten ich.

Ich bin nie alleine, kann nichts für mich entscheiden.

Denn bei mir bist noch du. Nachts in meinem Bett, du zeigst dich.

Bist wieder nicht nett. Ich versuche verzweifelt positiv zu denken.

Liege seit Stunden hier. Schlechte Gedanken gehen mir durch meinen Kopf,

der Atem bleibt mir weg, ich erstarre. 

Sehe Schatten an der Wand die sich bewegen, bilde mir Menschen oder Tiere ein, wie sie auf mir kriechen.

Es ist nicht real, doch existent ist es doch. Habe Angst und warte darauf aus dem Alptraum zu erwachen.

Aus dem Traum der keiner ist. Warte auf das Ende. Ich bin meine eigene Bedrohung.

Gehe selten aus der Wohnung,  in mir bleibt die Furcht was draußen passieren würde.

Wünsche mir eine Pause von dir, doch du verlässt mich nicht.

Ich schaue in den Spiegel und sehe ein verändertes ich.

Bin das wirklich ich? Was hast du getan? Erkenne mich nicht wieder.

Mein zweites ich.

In meinem Körper lebt noch etwas anderes, stellt alles auf den Kopf.

Von wegen Simulant. Versuch die Krankheit zu besiegen. Aber schaff es vielleicht nie.

Denn in meinem Körper lebt ein Parasit. Nicht erwünscht und immer da.

Du verdrehst mich, nimmst mir so viel was ich liebe.

Verhinderst was ich will. 

Du bist meine Last und Gewinn, Qual und Erleichterung.

Mein ewiger Begleiter,

der Wolf in mir.

 

2. Von "Tim Bendzko" Lied "Keine Maschine

Über das Leben mit einer Erkrankung, die einen einschränkt. Und den Kampf darum das zu tun was man möchte. 

 

So geht es nicht weiter. Ich muss etwas weg von dir.

Meinen Weg gehen und mein Leben leben. Denn es ist nicht deins.

Will es tun wie ich will, nicht wie du. 

Versuche es wenigstens, denn ich habe nichts zu verlieren.

Muss mein dasein selbst bestimmen. Sonst geht es mit mir nicht weiter.

Denn ich funktionier nicht wie eine Maschine. Bin ein Mensch mit Gedanken und Gefühlen

und mein ganzer Körper schreit nach Leben.Will nicht nur existieren, will es tun, will es riskieren.

Lerne aus meinen Fehlern, doch muss sie erstmal machen. 

Lebe mit meinen Macken, denn was wäre ich ohne?

Nur eine Maschine.

Doch so funktionier ich nicht.

Gibt noch so viel zu erleben, will es entdecken.

Vieles wäre möglich, doch ich stehe nur auf der Stelle.

So viele Fesseln der Regeln, nicht von mir aufgestellt.

Komm nicht raus, doch möchte es gerne.Stell es mir vor in meinen Träumen.

Doch ich kämpfe um die kleinen Stückchen Freiheit und werde es schaffen.

Bis dahin lebe ich in der Fantasie und bekomme sie Stück für Stück

ein klein wenig in der Realität zurück.